Vaterschaftstest unkommerziell - Ihre Informationsquelle

Marianne von Arx schreibt im St. Galler Tagblatt über die Zunahme von Vaterschaftstest in der Schweiz und den Angeboten einer schweizerischen Privatfirma, die Vaterschaftstests zu wesentliche Preisgünstigeren Konditionen anbietet , als dies bislang die universitären rechtsmedizinischen Institute tun. Anragen für Vaterschaftstests kommen nicht nur von den möglichen Vätern oder Mütter. Es sind auch die Kinder, die Klarheit wünschen. Auch Bruderschaftstests werden immer häufiger eingereicht, um z.B. Erbschaftsfragen zu klären.

St. Galler Tagblatt
20.januar 2004
Ein Kuckuckskind?

Vaterschaft ist heutzutage einfacher nachzuweisen

Auch in der Ostschweiz steigt die Nachfrage nach Vaterschaftstests. Immer mehr Männer - und auch Frauen wollen sich Gewissheit verschaffen. Nicht zuletzt im Interesse des Kindes, das ein Recht hat zu wissen, wer sein Vater ist.

Schon seit jeher sind Gerüchte umhergeschwirrt über Kinder, die nicht von ihren angeblichen Vätern und Ehemännern ihrer Mütter gezeugt worden seien. Noch heute ziehen mehrere Thurgauer in Betracht, Nachkommen von Napoleon III zu sein. Dieser war der Sohn von Louis Bonaparte und Hortense, die auf Arenenberg lebten. Man munkelt, dass Napoleon III den schönen Mädchen der Gegend sehr zugetan war. Neuerdings gibt es - allerdings umstrittene - Statistiken, die besagen, dass in unseren Breiten-graden jedes zehnte Kind nicht von dem Mann stammt, der als sein Vater gilt. Aber heute ist alles viel transparenter. Es ist bekannt, dass durch einen Gentest die Vaterschaft festgestellt werden kann. Sie ist also nicht mehr a priori unsicher (der Jahrtausende alte lateinische Ausdruck "Pater incertus est" hat somit ausgedient).

Der biologische Vater

Im Labor wird aus Speichelproben von Vater, Mutter und Kind die Erbsubstanz DNA isoliert, in der Genorte mit verschiedenen Ausprägungen, so genannten Allelen, vorkommen. Ein Allel wird von der Mutter vererbt, das andere vom Vater. Dies bedeutet, dass von den zwei Allelen des Kindes eines von der Mutter und eines vom Vater stammen muss. Stimmen bei einem Vaterschaftstest die untersuchten Allelen des Kindes mit den Allelen von Vater und Mutter überein, dann ist die biologische Vaterschaft festgestellt. Wenn das Kind Allele besitzt, die weder dem Vater, noch der Mutter zugeordnet werden können, dann kann die biologische Vaterschaft zu hundert Prozent ausgeschlossen werden.

Speicheltest für daheim

Die Biologin JoŽlle Apter ist die technische Leiterin von Gentest.ch in Zürich, das als erstes Unternehmen in der Schweiz über das Internet Beratung und Analysen im Bereich der gerichtsmedizinischen Genetik anbietet. Verkaufsschlager sind eindeutig die verschiedenen Vaterschafts- und Verwandtschaftstests, die wie die Tests der rechtsmedizinischen Institute gerichtlich verwertet werden können, wenn die Probeentnahmen durch einen Arzt bezeugt sindÖ

Der Artikel im Volltext: http://www.gentest.ch/docs/tagblatt.htm